| 31.05.2010 SZ Bischofswerda 2 |
Frankenthaler putzen Buswartehaus herausVon Constanze Knappe Goldbach: Der Jugendclub kann sein Feuerholz jetzt unter einem Dach lagern. Patrick Jäkel, Marco Gorka und Felix Holland (von vorn) zimmerten am Sonnabend die Überdachung. Weiterer Einsatzort des Goldbacher Jugendclubs war der Schulgarten. In einem freundlichen Hellgrün erstrahlt das Buswartehäuschen am Flutteich in Frankenthal. Aber nicht nur das. Auch die Innenwände bekamen ein frisches Weiß, die Fenster wurden abgeschliffen und gestrichen. An die Rückwand skizzierte der Frankenthaler Helmut Petzold ein Löschfahrzeug, welches die Kinder ausmalten. Von Donnerstag bis Sonnabend hat der Feuerwehrnachwuchs in der sachsenweiten 33-Stunden-Aktion das Wartehäuschen hergerichtet. Die Haltestelle an der Buswendeschleife wird von Schülern genutzt, die auf den Schulbus warten. Dass ein massives Häuschen besser vor Regen und Wind schützt als die modernen Buswartehäuschen aus Stahl und Glas, weiß Andrea Kern aus eigener Erfahrung. „Da kann man sich viel besser unterstellen. Es ist wärmer und man steht im Trockenen“, erklärte die 13-Jährige, die nach Gaußig in die Schule fährt. Seit einem Jahr ist sie Mitglied der Jugendfeuerwehr. „Das Streichen des Buswartehäuschens hat großen Spaß gemacht“, sagte sie. Und ihre jüngere Schwester Heidi, die ebenfalls in der Jugendfeuerwehr mitmacht, ergänzte stolz: „Wir durften schon zu Hause streichen.“ Pauline Thonig und Lea Schöne freuten sich auf das Ausmalen des Feuerwehrautos. Der Nutzen der Aktion liegt für die Gemeinde auf der Hand. Im Zuge der Straßenbauarbeiten an der Ortsdurchfahrt sollten die vier alten Wartehäuschen an der Hauptstraße durch neue ersetzt werden. Die Gemeinde braucht jetzt nur noch drei zu kaufen. Sie spart damit 1500 Euro. Mit dem frischen Anstrich ist es aber nicht getan. Die Jugendfeuerwehr übernimmt die Patenschaft. „Zum Frühjahrs- und Herbstputz wird das Wartehäuschen sauber gemacht und zwischendurch haben die Kinder und Jugendlichen ein Auge auf Ordnung und Sauberkeit“, sagte der Jugendwart der Feuerwehr, Ottmar Peter. Hilfe von der aktiven WehrWährend die Jüngeren an der Bushaltestelle zum Pinsel griffen, arbeiteten die Älteren hinter dem Gerätehaus der Feuerwehr. Sie entfernten die alten Pflastersteine und verlegten neue. Sie schliffen Bänke und Tische ab und versahen sie mit einem neuen Anstrich, außerdem wurde eine neue Feuerstelle ausgehoben. Das Material steuerten Unternehmen aus Frankenthal bei, die Farbe für das Wartehäuschen lieferte die Gemeinde. „Weil die Farbe nicht ganz reichte, wird die Fassade am Montag zu Ende gestrichen. Ansonsten haben wir alles geschafft“, so Ottmar Peter. Anschließend traf sich die Jugendfeuerwehr mit den Kameraden der Atemschutzgruppe, die am Sonnabend beim Aufräumen der Unwetterschäden in Großenhain geholfen hatten, zum gemeinsamen Grillen. Seit 1966 gab es in Frankenthal eine Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“. 2008 übernahm Ottmar Peter die Jugendfeuerwehr, die derzeit 15 Mitglieder hat. Ein interessanter Dienst und viele gemeinsame Erlebnisse festigen die Gemeinschaft. Am nächsten Wochenende nimmt der Frankenthaler Feuerwehrnachwuchs am Feuerwehrmarsch in Drehsa teil. Im Sommer geht’s ins Zeltlager und auf Stippvisite zu den Diensthunden der sächsischen Polizeihundestaffel. |
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