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28.05.2010 Sächsische Zeitung 4

Junge Leute sind für andere aktiv

Madeleine Siegl-Mickisch

über die 33-Stunden-Aktion
Vorurteile bilden sich schnell und halten sich meist hartnäckig. Die Jugend heutzutage weiß nichts mit sich anzufangen, hängt nur rum und erwartet, dass andere etwas für sie tun. Auch macht sie sich nicht gern die Hände schmutzig. Solcherlei verallgemeinernde Ansichten zu widerlegen, treten an diesem Wochenende rund 900Jugendliche im Landkreis Bautzen an.

Zum fünften Mal findet in vielen Orten die gemeinnützige 48-Stunden-Aktion statt. Wieder werden Dinge angepackt, von denen alle etwas haben. Auf Vordermann gebrachte Spielplätze und Wanderwege, neu angelegte Grillplätze und saubere Buswartehäuschen machen die Orte einfach lebenswerter.

Zwar wurde die Aktion in diesem Jahr aus Protest gegen die Kürzung der Gelder für die Jugendarbeit auf 33Stunden reduziert. Doch das hat eher symbolischen Charakter. Am Engagement der Jugendlichen ändert das nichts. Sie wollen das, was sie sich vorgenommen haben, trotzdem umsetzen.

Das zeigt, dass junge Leute eben nicht nur die Hand aufhalten, um zu fordern. Sie wollen sich beweisen und etwas schaffen. Man muss ihnen einfach nur die Chance dazu geben.

 
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